Presseerklärung des KRM vom 05.03.2010
Montag, 08. März 2010 um 23:06 Uhr

Der KRM hat hinsichtlich des Inhalts, der Form und der personellen Zusammensetzung der DIK erhebliche Kritik und Klärungsbedarf in Bezug auf einen erfolgreichen Verlauf.

Der KRM-Sprecher Bekir Alboga sagte heute Nachmittag in Köln: „Nach dem Gespräch im BMI am Montag, den 08.03.2010 behalten wir uns alle Schritte vor, was die weitere Teilnahme und die Bedingungen unserer Zusammenarbeit mit der DIK angeht.“

Die Suspendierung eines KRM-Mitglieds traf beim KRM auf Ablehnung. 

Presseerklärung als PDF-Datei

 
Islamrat wird nicht mehr an der Islamkonferenz teilnehmen
Mittwoch, 03. März 2010 um 17:35 Uhr

 „Eine ‚ruhende Mitgliedschaft‘ kommt für den Islamrat nicht in Frage. Unsere Legitimation leiten wir nicht aus der Teilnahme an der Islamkonferenz ab. Als Feigenblatt zur Legitimierung von Positionen, die von muslimischer Seite nicht tragbar sind, standen wir weder in der Vergangenheit noch heute zur Verfügung.

Nach einem Treffen am Mittwoch mit Vertretern des Bundesinnenministeriums (BMI) hat sich der Islamrat dazu entschieden, nicht weiter an der Deutschen Islamkonferenz (DIK) teilzunehmen. Das BMI hatte dem Islamrat mitgeteilt, dass er nur als ruhendes Mitglied weiterhin in der DIK verbleiben kann, aber nicht mehr aktiv an dem Prozess und den Debatten teilnehmen soll. 

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Der Islamrat zeigt Unverständnis für die Entscheidung der Staatsanwaltschaft
Mittwoch, 11. November 2009 um 00:04 Uhr

Der Vorsitzender des Islamrates für die Bundesrepublik Deutschland, Ali Kizilkaya, zeigte Unverständnis für die Entscheidung der Aschaffenburger Staatsanwaltschaft, die die Besudelung einer Moschee im unterfränkischen Elsenfeld mit Tieraugen und Schweineblut als normale Sachbeschädigung einstuften. Die Staatsanwaltschaft bewertete das Motiv der Täter nicht in ausreichender Weise. In ihren Geständnissen gaben die Täter zu, dass sie für den Bau der Moschee  kein Verständnis hätten.

Gegenüber dem ddp-bay äußerte Kizilkaya: «Man darf Islamfeindlichkeit nicht verharmlosen». Kizilkaya forderte weiterhin, dass die Staatsanwaltschaft in alle Richtungen ermitteln müsste. Laut  Kizilkaya war die Tat «sehr durchdacht und nicht spontan».

Auch die SPD äußerte ihre Kritik am Verhalten der Staatsanwaltschaft.  Der rechtspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Franz Schindler sagte gegenüber der ddp-bay, dass es unsäglich sei, dass die Staatsanwaltschaft «keinerlei» extremistischen Hintergrund sehe. 

 
Tag der offenen Moscheen
Dienstag, 29. September 2009 um 00:21 Uhr

In hunderten von Moscheen des Koordinationsrates der Muslime werden am 3. Oktober 2009 sich die Türen für ihre Nachbarn öffnen.

Jedes Jahr am 3. Oktober findet der bundesweite Tag der offenen Moschee (TOM) statt. In diesem Jahr öffnen die Moscheen ihre Pforten und stellen sich und den Islam in Deutschland unter dem Titel "Moscheen - Ein fester Teil der Gesellschaft. 60 Jahre Bundesrepublik und seine Muslime" interessierten Besuchern vor.

 
Tag der offenen Moschee - Flyer
Montag, 28. September 2009 um 23:37 Uhr

Der Koordinationsrat der Muslime hat anlässlich des Tages der offenen Moscheen 2009 einen Flyer mit dem Titel: "Moscheen - Ein fester Teil der Gesellschaft - 60 Jahre Bundesrepublik und seine Muslime" herausgegeben und möchte damit ein besseres Verständnis zwischen den Bürgern erreichen.

Flyer als PDF zum Downloaden!

 

 
Islamrat lobt die Haltung des Bundesinnenministers
Samstag, 26. September 2009 um 13:26 Uhr

Ali KizilkayaDer Vorsitzende des Islamrates für die Bundesrepublik Deutschland, Ali Kizilkaya, lobt die besonnene Haltung des Bundesinnenministers und anderer Verantwortungsträger im Zusammenhang mit der aktuellen Terrordrohung gegenüber Deutschland. „Die Bundesregierung hat sich in diesem Zusammenhang äußerst verantwortungsbewusst verhalten und zurecht vor Panikmache gewarnt“, bemerkte Kizilkaya und bezog sich dabei auf die Äußerungen von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble, der sagte, dass man sich nicht in den Zustand der Erregung, den die Terroristen durch Anschläge erzielen wollen, setzen werde und das solche Drohungen nicht imstande sein werden, die demokratische Meinungsbildung in Deutschland zu beeinflussen. „Mit diesen deutlichen Worten hat Herr Schäuble auch uns Muslimen aus dem Herzen gesprochen", so Kizilkaya.

Weiter sagte der Ratsvorsitzende: „Erfreulich ist desweiteren, dass gerade auch in der heißen Phase des Wahlkampfes alle Demokraten davon Abstand genommen haben, das Drohvideo zu instrumentalisieren.

„Die über das Internet verbreiteten abscheulichen Drohungen richten sich gegen uns alle. Sie sollen Unruhe und Chaos stiften. Gerade um die Absicht dieser Terroristen ins Leere laufen zu lassen, ist es geboten mit Bedacht darauf zu reagieren. Insoweit war die Reaktion der Bundesregierung angemessen“, lobte Kizilkaya.

 
Trauerkundgebung in Berlin für die ermordete Marwa El-Scherbini
Sonntag, 19. Juli 2009 um 19:53 Uhr

In Berlin veranstalteten die Islamische Föderation in Berlin, die Initiative Berliner Muslime, der IGMG-Landesverband Berlin und zahlreiche weitere muslimische Institutionen eine Trauerkundgebung für die ermordete Marwa El-Scherbini.

Die Veranstalter wollten mit der Trauerkundgebung zum einen für ihre ermordete Schwester im Islam beten und zum anderen ihre Enttäuschung über die mangelnde Positionierung der Mehrheitsgesellschaft kundtun.

Generalsekretär des Islamrates Burhan Kesici

Die Kundgebung, an der trotz Regen ca. 500 Personen teilnahmen, wurde mit einer Koranrezitation eröffnet. Anschließend sprach der Generalsekretär des Islamrates für die Bundesrepublik Deutschland. Herr Kesici gedachte der ermordeten Schwester und sprach den Verwandten sein Beileid aus.

 

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Islamratsvorsitzender mahnte politische Konsequenzen an
Sonntag, 12. Juli 2009 um 22:02 Uhr

Der Vorsitzende des Islamrats für die Bundesrepublik Deutschland, Ali Kizilkaya, hat den Verletzten Ehemann der im Dresdener Landgericht getöteten Marwa  El-Sherbini besucht. „Die islamische Gemeinschaft trauert um Schwester Marwa El-Sherbini, die auf schreckliche Weise ermordet wurde. Die islamfeindliche Tat hat uns zutiefst erschüttert. Unser tiefstes Beileid und Mitgefühl gilt ihrer Familie und ihren Verwandten, denen wir in dieser schweren Zeit viel Kraft wünschen“, erklärte Kizilkaya.

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Muslime beten für Marwa El-Sherbini
Donnerstag, 09. Juli 2009 um 12:07 Uhr

Aufruf an die muslimischen Gemeinden zum morgigen Freitagsgebet

Die im Koordinationsrat zusammengeschlossenen Gemeinschaften - DITIB, VIKZ, Islamrat und Zentralrat - starten einen Aufruf an ihre angeschlossenen Moscheen und Organisationen für das morgige Freitagsgebet. Wörtlich sagte der KRM-Sprecher Ayyub Köhler:

"Am 1. 7.2009 wurde unsere Schwester im Islam, Marwa, in Dresden aus Islamfeindlichkeit und Fremdenhass erstochen. Sie hinterlässt einen 3jährigen Sohn und den Ehemann. Wir wollen unsere Schwester Marwa nicht vergessen. Wir bitten alle Muslime bundesweit, am Freitag, den 10. Juli beim Freitagsgebet für Marwa und ihre Familie zu beten."

Für die Mahnkundgebungen, die an diesem Wochenende wieder in den Städten Deutschlands geplant sind, bitten wir die Muslime wie bisher stets friedvoll und respektvoll die Trauer und das Mitgefühl über Marwas Tod in unserem Land zum Ausdruck zu bringen.

 
Pressemitteilung - Bundesweite Trauer um unsere Schwester Marwa
Dienstag, 07. Juli 2009 um 14:08 Uhr

Am 01.07.09 (9. Rajab 1430) wurde unsere Schwester im Islam, Marwa El-Sherbini, in Dresden aus Hass auf Muslime und Fremde erstochen.

Unser aller Gebete und Mitgefühl gilt nun den Angehörigen des Opfers. Die 32jährige schwangere Frau und Mutter hinterlässt einen Ehemann und einen Sohn. Wir Muslime werden Marwa ein dauerhaftes und nachhaltiges Andenken in Deutschland bereiten.

 

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Stellungnahme des Islamrats zum Zwischen-Resümee der Deutschen Islamkonferenz für das 4. Plenum am 25. Juni 2009 in Berlin
Donnerstag, 25. Juni 2009 um 14:20 Uhr

Der Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland begrüßt grundsätzlich die Einrichtung der Deutschen Islamkonferenz  (DIK) durch das Bundesministerium des Inneren.  Mit der DIK ist der Staat in einen längst überfälligen Dialog mit seinen muslimischen Bürgern eingetreten und hat damit ein wichtiges Zeichen gesetzt. So hat der deutsche Staat den institutionellen Grundstein für den Dialog mit den Muslimen geschaffen und  gleichzeitig  der  religiösen Vielfalt in unserem Land Ausdruck verliehen. 

Neben dieser grundlegenden Bedeutung für die Integration des Islam und der Muslime in  den gesellschaftlichen Kontext der Bundesrepublik kann die DIK durchaus auch auf vielversprechende praktische Empfehlungen verweisen, die den Integrationsprozess positiv befördern können. Dazu gehört die Forderung, den Islam und die Muslime als Teil unverzichtbaren Bestandteil Deutschlands anzuerkennen.

Auch die Empfehlungen bzgl. der Sprachförderung bzw. der Mehrsprachigkeit von Kindern mit Migrationshintergrund, der Einführung des islamischen Religionsunterrichtes, der gezielten Förderung der interkulturellen Kompetenz von Schulen u.a. durch die Verstärkung des Lehrerkollegiums durch muslimisches Personal und der Förderung kommunaler Projekte sind selbstverständlich begrüßenswert. Darüber hinaus werden im 4. Plenum der DIK jedoch auch einige Schlussberichte und Stellungnahmen der Öffentlichkeit bekannt gegeben, die der Islamrat nicht in ihrer Gesamtheit mitträgt.

In der AG 2 „Religionsfragen im deutschen Verfassungsverständnis“ wurden positive Ergebnisse bezüglich der „Integration in der Schule“, insbesondere bei der Erarbeitung einer Handreichung zum Umgang mit schulpraktischen Fragen erreicht. Auch die Schlussfolgerungen der AG 3 „Wirtschaft und Medien als Brücke“, die vor sich vor allem mit dem Einfluss deutscher und türkischer Medien in die hiesige Integrationsdebatte beschäftigt, ist zu begrüßen.

Nicht getragen werden vom Islamrat jedoch die „Stellungnahme der Muslime der Arbeitsgruppe 1 „Deutsche Gesellschaftsordnung und Wertekonsens“ der Deutschen Islam Konferenz“ und die „Schlussfolgerungen des Gesprächskreises „Sicherheit und Islamismus“.

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