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Kesici: „Moscheen brauchen finanzielle Unterstützung“

30. März 2020

„Die Einschränkungen während der Corona-Krise trifft Moscheegemeinden hart. Sie brauchen jetzt finanzielle Unterstützung, um die nächsten Wochen und Monate zu überstehen“, erklärt Burhan Kesici, Vorsitzender des Islamrates für die Bundesrepublik Deutschland. Anlass sind die Beschränkungen zur Verhinderung der weiteren Ausbreitung der Corona-Pandemie – unter anderem das Verbot, in sich in Moscheen zu Gebeten und anderen Gottesdienste zu versammeln.

„Die Maßnahmen zur Eindämmung der weiteren Ausbreitung des Corona-Virus‘ unterstützen wir als islamische Religionsgemeinschaft uneingeschränkt. Bereits vor den ersten Erlassen haben wir im Rahmen unserer Möglichkeiten zahlreiche Maßnahmen in unseren Moscheegemeinden ergriffen. Der Schutz des Lebens und die Gesundheit sind uns von Allah anvertraut und genießen hohe Priorität.

Gleichzeitig stoßen viele unserer Moscheegemeinden an ihre finanziellen Grenzen. Die Moscheen des Islamrates werden ausschließlich mit Mitgliedsbeiträgen und größtenteils von Spenden der jeweiligen Gemeindemitglieder und Moscheebesucher finanziert. Andere Einnahmequellen oder Geldgeber gibt es nicht. Aus diesen Erlösen werden laufende Bankkredite zur Finanzierung des Eigentums oder laufende Mietkosten finanziert. Hinzu kommen Lohnfortzahlungen an Imame und gegebenenfalls an weiteres Personal in den Gemeinden.

Durch den Ausfall der täglichen Gebete und des Freitagsgebets ist ein beträchtlicher Teil der Spenden ersatzlos weggefallen. Viele Gemeinden sind sehr besorgt, ob sie die nächste Bankrate, die laufende Miete oder den Imam noch bezahlen können. Insbesondere die gesammelten Spenden während des Fastenmonats Ramadan machen erfahrungsgemäß einen großen Anteil am Jahresvolumen aus. Derzeit deutet vieles darauf hin, dass die Einschränkungen auch noch nach Beginn des Fastenmonats am 23. April andauern werden. Damit wären viele Moscheegemeinden nicht mehr solvent.

Vor diesem Hintergrund rufen wir die Bundesregierung und die Landesregierungen auf, Maßnahmen zum finanziellen Schutz und Erhalt der Moscheegemeinden zu ergreifen. Viele Moscheegemeinden leisten einen unschätzbar wichtigen Beitrag für die Gesamtgesellschaft, tragen zum Zusammenhalt bei und engagieren sich in ihren Städten und Kommunen. Auch während der Corona-Krise haben sich bundesweit tausende Jugendliche aus Moscheegemeinden zu örtlichen Hilfsgruppen zusammengeschlossen, um Älteren und sonstigen Risikogruppen zu helfen, ihre Einkäufe oder sonstige Besorgungen zu erledigen. Es wäre fatal, sie und ihre Moscheegemeinden ausgerechnet jetzt alleine zu lassen.

Die allermeisten Islamrat-Moscheen blicken auf jahrzehntealte Traditionen zurück. Sie wurden mit größten Mühen und aus Eigenmitteln der einstigen ‚Gastarbeiter‘ aufgebaut. Sie und ihre mühsam aufgebauten Gemeinden in dieser schwierigen Zeit alleine zu lassen, wäre unangemessen und würde der Lebensleistung der Gründerväter dieser Moscheegemeinden nicht gerecht werden“, sagte Kesici weiter.

Berlin, 30.03.2020

Kesici: „Moscheen brauchen finanzielle Unterstützung“

30. März 2020

„Die Einschränkungen während der Corona-Krise trifft Moscheegemeinden hart. Sie brauchen jetzt finanzielle Unterstützung, um die nächsten Wochen und Monate zu überstehen“, erklärt Burhan Kesici, Vorsitzender des Islamrates für die Bundesrepublik Deutschland. Anlass sind die Beschränkungen zur Verhinderung der weiteren Ausbreitung der Corona-Pandemie – unter anderem das Verbot, in sich in Moscheen zu Gebeten und anderen Gottesdienste zu versammeln.

„Die Maßnahmen zur Eindämmung der weiteren Ausbreitung des Corona-Virus‘ unterstützen wir als islamische Religionsgemeinschaft uneingeschränkt. Bereits vor den ersten Erlassen haben wir im Rahmen unserer Möglichkeiten zahlreiche Maßnahmen in unseren Moscheegemeinden ergriffen. Der Schutz des Lebens und die Gesundheit sind uns von Allah anvertraut und genießen hohe Priorität.

Gleichzeitig stoßen viele unserer Moscheegemeinden an ihre finanziellen Grenzen. Die Moscheen des Islamrates werden ausschließlich mit Mitgliedsbeiträgen und größtenteils von Spenden der jeweiligen Gemeindemitglieder und Moscheebesucher finanziert. Andere Einnahmequellen oder Geldgeber gibt es nicht. Aus diesen Erlösen werden laufende Bankkredite zur Finanzierung des Eigentums oder laufende Mietkosten finanziert. Hinzu kommen Lohnfortzahlungen an Imame und gegebenenfalls an weiteres Personal in den Gemeinden.

Durch den Ausfall der täglichen Gebete und des Freitagsgebets ist ein beträchtlicher Teil der Spenden ersatzlos weggefallen. Viele Gemeinden sind sehr besorgt, ob sie die nächste Bankrate, die laufende Miete oder den Imam noch bezahlen können. Insbesondere die gesammelten Spenden während des Fastenmonats Ramadan machen erfahrungsgemäß einen großen Anteil am Jahresvolumen aus. Derzeit deutet vieles darauf hin, dass die Einschränkungen auch noch nach Beginn des Fastenmonats am 23. April andauern werden. Damit wären viele Moscheegemeinden nicht mehr solvent.

Vor diesem Hintergrund rufen wir die Bundesregierung und die Landesregierungen auf, Maßnahmen zum finanziellen Schutz und Erhalt der Moscheegemeinden zu ergreifen. Viele Moscheegemeinden leisten einen unschätzbar wichtigen Beitrag für die Gesamtgesellschaft, tragen zum Zusammenhalt bei und engagieren sich in ihren Städten und Kommunen. Auch während der Corona-Krise haben sich bundesweit tausende Jugendliche aus Moscheegemeinden zu örtlichen Hilfsgruppen zusammengeschlossen, um Älteren und sonstigen Risikogruppen zu helfen, ihre Einkäufe oder sonstige Besorgungen zu erledigen. Es wäre fatal, sie und ihre Moscheegemeinden ausgerechnet jetzt alleine zu lassen.

Die allermeisten Islamrat-Moscheen blicken auf jahrzehntealte Traditionen zurück. Sie wurden mit größten Mühen und aus Eigenmitteln der einstigen ‚Gastarbeiter‘ aufgebaut. Sie und ihre mühsam aufgebauten Gemeinden in dieser schwierigen Zeit alleine zu lassen, wäre unangemessen und würde der Lebensleistung der Gründerväter dieser Moscheegemeinden nicht gerecht werden“, sagte Kesici weiter.

Berlin, 30.03.2020