Weitere Beiträge:

Muslime und Religionsfreiheit in Deutschland


Für die Programmübersicht zur Reihe „Muslime und Religionsfreiheit in ...

weiterlesen

Dem Frieden verpflichtet


Erklärung des Runden Tisches der Religionen in Deutschland zum Krieg in der ...

weiterlesen

Spitzengespräch zwischen dem Koordinationsrat der Muslime und der Deutschen Bischofskonferenz


Am 3. Februar trafen sich die Repräsentanten des Koordinationsrates der ...

weiterlesen

Kızılkaya: „Die Deutsche Islamkonferenz integriert nicht, sie grenzt aus“

31.03.2011

Die Irritationen im Vorfeld der Deutschen Islamkonferenz, entflammt nach Aussagen des Bundesinnenministers Friedrich, wurden durch neuen Aussagen des Bundesinnenminister im Rahmen der Deutschen Islamkonferenz weiter angeheizt. Friedrich kündigte an, „Sicherheitspartnerschaften“ zwischen deutschen Behörden und muslimischen Gruppen ins Leben rufen zu wollen.

Die 1. Deutsche Islamkonferenz unter Schäuble schaffte es, trotz alle Kritik, zumindest ein Maß an Vertrauen aufzubauen, die durch seinen Nachfolger De Maiziére hätte weitergeführt werden können. Sowohl das Innenministerium, als auch die Muslime waren inzwischen soweit, gemeinsam Alltagsprobleme anzupacken, ohne dass die DIK zur einer „Sicherheitskonferenz“ ausartete.

Die aktuelle Forderung einer „Sicherheitspartnerschaft“ zeigt deutlich, dass die Kritik des Islamrates für die Bundesrepublik Deutschland an der Konzeption der DIK, insbesondere unter Innenminister de Maiziere berechtigt gewesen ist. Schon während der DIK 1 machte der Islamrat darauf aufmerksam, dass die Themen der Islamkonferenz eher zu Irritationen führen, als wirklich die Probleme zu lösen. Statt jedoch die strukturellen und inhaltlichen Defizite der DIK auszubessern, wurden diese unter Innenminister de Maiziere noch weiter verstärkt. Unter Bundesinnenminister Friedrich soll die Sicherheitsdebatte die Konferenz nun noch mehr dominieren.

Ali Kizilkaya, Vorsitzender des Islamrates, bedauert die aktuellen Entwicklungen und sagte: „Wir hätten uns gewünscht, dass die DIK zu mehr gesamtgesellschaftlichem Vertrauen, Kooperation und Integration geführt hätte. Wir müssen nun leider mit ansehen, wie die DIK statt der Partizipation die Ausgrenzung noch weiter vorantreibt. Die Deutsche Islamkonferenz integriert nicht, sie grenzt aus.“

Kızılkaya: „Die Deutsche Islamkonferenz integriert nicht, sie grenzt aus“

31. März 2011

Die Irritationen im Vorfeld der Deutschen Islamkonferenz, entflammt nach Aussagen des Bundesinnenministers Friedrich, wurden durch neuen Aussagen des Bundesinnenminister im Rahmen der Deutschen Islamkonferenz weiter angeheizt. Friedrich kündigte an, „Sicherheitspartnerschaften“ zwischen deutschen Behörden und muslimischen Gruppen ins Leben rufen zu wollen.

Die 1. Deutsche Islamkonferenz unter Schäuble schaffte es, trotz alle Kritik, zumindest ein Maß an Vertrauen aufzubauen, die durch seinen Nachfolger De Maiziére hätte weitergeführt werden können. Sowohl das Innenministerium, als auch die Muslime waren inzwischen soweit, gemeinsam Alltagsprobleme anzupacken, ohne dass die DIK zur einer „Sicherheitskonferenz“ ausartete.

Die aktuelle Forderung einer „Sicherheitspartnerschaft“ zeigt deutlich, dass die Kritik des Islamrates für die Bundesrepublik Deutschland an der Konzeption der DIK, insbesondere unter Innenminister de Maiziere berechtigt gewesen ist. Schon während der DIK 1 machte der Islamrat darauf aufmerksam, dass die Themen der Islamkonferenz eher zu Irritationen führen, als wirklich die Probleme zu lösen. Statt jedoch die strukturellen und inhaltlichen Defizite der DIK auszubessern, wurden diese unter Innenminister de Maiziere noch weiter verstärkt. Unter Bundesinnenminister Friedrich soll die Sicherheitsdebatte die Konferenz nun noch mehr dominieren.

Ali Kizilkaya, Vorsitzender des Islamrates, bedauert die aktuellen Entwicklungen und sagte: „Wir hätten uns gewünscht, dass die DIK zu mehr gesamtgesellschaftlichem Vertrauen, Kooperation und Integration geführt hätte. Wir müssen nun leider mit ansehen, wie die DIK statt der Partizipation die Ausgrenzung noch weiter vorantreibt. Die Deutsche Islamkonferenz integriert nicht, sie grenzt aus.“