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Presseerklärung: Kopftuchverbot an Schulen – unnötige Diskussion

17.05.2019

Pressemitteilung des Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland und der Konferenz der Islamischen Landesverbände

Kopftuchverbot an Schulen – unnötige Diskussion

„Die Diskussion um ein Kopftuchverbot für Kinder an Schulen ist eine diskriminierende und unnötige Diskussion“, erklärt Burhan Kesici, Vorsitzender des Islamrats für die Bundesrepublik Deutschland.

Die Forderung der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz, ein Kopftuchverbot an Schulen prüfen zu lassen, bezeichnete Burhan Kesici als eine unnötige, diskriminierende und die Religionsfreiheit verletzende Diskussion. Sie führe zu Spannungen in der Gesellschaft.

Festzuhalten sei, dass es – wie Verbotsbefürworter selbst immer wieder einräumen müssten – keinerlei Fakten über kopftuchtragende Kinder an Schulen gebe und es sich hierbei augenscheinlich um Einzelfälle handele. Kesici: „Eine überflüssige Phantomdebatte wird immer wieder aufgerührt.“

„Frau Widmann-Mauz müsste wissen, dass solche Forderungen mit der Verfassung nicht vereinbar sind. In der Vergangenheit wurde das Thema ausreichend diskutiert. Verfassungsrechtler, sowie der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages haben ein solches Verbot in Deutschland als grundgesetzwidrig bezeichnet. Es stellt sich die Frage, warum die Integrationsbeauftragte solch eine Diskussion erneut anstößt“, so Kesici weiter.

„Politiker sollten verantwortungsbewusster mit Verbotsforderungen in Bezug auf islamische Rituale und Lebensweisen umgehen. Diese Diskussionen führen zu einem Klima der Angst und Unsicherheit. Muslime erfahren Alltagsdiskriminierung und die Anzahl der islamfeindlichen Straftaten steigt stetig. Unnötige Diskussionen befeuern den antimuslimischen Rassismus in Deutschland und sind Wind auf den Segeln der Rechtsextremisten“, erklärte der Islamrat-Vorsitzende abschließend.

Für eine sachliche Diskussion der Thematik sowie bei tatsächlichen Schulkonflikten stünden die islamischen Dachverbände und Religionsgemeinschaften auf Bundes- und Landesebene der Politik als Ansprechpartner zur Verfügung.

Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland

Konferenz der Islamischen Landesverbände:
SCHURA – Rat der Islamischen Gemeinschaften in Hamburg
SCHURA – Islamische Religionsgemeinschaft Schleswig-Holstein
SCHURA – Islamische Religionsgemeinschaft Bremen
SCHURA – Landesverband der Muslime in Niedersachsen
SCHURA Rheinland-Pfalz, Landesverband der Muslime
Islamische Föderation Berlin
Islamische Glaubensgemeinschaft Baden-Württemberg
Islamische Religionsgemeinschaft Nordrhein-Westfalen
Islamische Religionsgemeinschaft Hessen

Presseerklärung: Kopftuchverbot an Schulen – unnötige Diskussion

17. Mai 2019

Pressemitteilung des Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland und der Konferenz der Islamischen Landesverbände

Kopftuchverbot an Schulen – unnötige Diskussion

„Die Diskussion um ein Kopftuchverbot für Kinder an Schulen ist eine diskriminierende und unnötige Diskussion“, erklärt Burhan Kesici, Vorsitzender des Islamrats für die Bundesrepublik Deutschland.

Die Forderung der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz, ein Kopftuchverbot an Schulen prüfen zu lassen, bezeichnete Burhan Kesici als eine unnötige, diskriminierende und die Religionsfreiheit verletzende Diskussion. Sie führe zu Spannungen in der Gesellschaft.

Festzuhalten sei, dass es – wie Verbotsbefürworter selbst immer wieder einräumen müssten – keinerlei Fakten über kopftuchtragende Kinder an Schulen gebe und es sich hierbei augenscheinlich um Einzelfälle handele. Kesici: „Eine überflüssige Phantomdebatte wird immer wieder aufgerührt.“

„Frau Widmann-Mauz müsste wissen, dass solche Forderungen mit der Verfassung nicht vereinbar sind. In der Vergangenheit wurde das Thema ausreichend diskutiert. Verfassungsrechtler, sowie der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages haben ein solches Verbot in Deutschland als grundgesetzwidrig bezeichnet. Es stellt sich die Frage, warum die Integrationsbeauftragte solch eine Diskussion erneut anstößt“, so Kesici weiter.

„Politiker sollten verantwortungsbewusster mit Verbotsforderungen in Bezug auf islamische Rituale und Lebensweisen umgehen. Diese Diskussionen führen zu einem Klima der Angst und Unsicherheit. Muslime erfahren Alltagsdiskriminierung und die Anzahl der islamfeindlichen Straftaten steigt stetig. Unnötige Diskussionen befeuern den antimuslimischen Rassismus in Deutschland und sind Wind auf den Segeln der Rechtsextremisten“, erklärte der Islamrat-Vorsitzende abschließend.

Für eine sachliche Diskussion der Thematik sowie bei tatsächlichen Schulkonflikten stünden die islamischen Dachverbände und Religionsgemeinschaften auf Bundes- und Landesebene der Politik als Ansprechpartner zur Verfügung.

Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland

Konferenz der Islamischen Landesverbände:
SCHURA – Rat der Islamischen Gemeinschaften in Hamburg
SCHURA – Islamische Religionsgemeinschaft Schleswig-Holstein
SCHURA – Islamische Religionsgemeinschaft Bremen
SCHURA – Landesverband der Muslime in Niedersachsen
SCHURA Rheinland-Pfalz, Landesverband der Muslime
Islamische Föderation Berlin
Islamische Glaubensgemeinschaft Baden-Württemberg
Islamische Religionsgemeinschaft Nordrhein-Westfalen
Islamische Religionsgemeinschaft Hessen