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Islamiq: „Religionsvertreter begrüßen Maßnahmen gegen Rassismus“

26. November 2020

In Berlin veranstalteten die Islamische Föderation in Berlin, die Initiative Berliner Muslime, der IGMG-Landesverband Berlin und zahlreiche weitere muslimische Institutionen eine Trauerkundgebung für die ermordete Marwa El-Scherbini.

Die Veranstalter wollten mit der Trauerkundgebung zum einen für ihre ermordete Schwester im Islam beten und zum anderen ihre Enttäuschung über die mangelnde Positionierung der Mehrheitsgesellschaft kundtun.

Die Kundgebung, an der trotz Regen ca. 500 Personen teilnahmen, wurde mit einer Koranrezitation eröffnet. Anschließend sprach der Generalsekretär des Islamrates für die Bundesrepublik Deutschland. Herr Kesici gedachte der ermordeten Schwester und sprach den Verwandten sein Beileid aus.

Der Generalsekretär des Islamrates kritisierte die distanzierte Berichterstattung und die Zurückhaltung der Politiker und zivilgesellschaftlicher Institutionen und sagte: „Auch die Zivilgesellschaft und die Politik haben sich in diesem Fall sehr zurückgehalten und erst aufgrund des Drucks durch Muslime im Inland und Ausland zu einem Kommentar bewegen lassen. Die Äußerungen von vielen Politikern halten wir für nicht ausreichend.“ Kesici erklärte: “ Wir haben als Muslime das Gefühl, dass die Deutsche Politik den Vorfall verdrängen möchte.“ In der Rede ging Kesici auch auf die Alltagsdiskriminierung ein, die insbesondere Frauen mit Kopftüchern erleiden müssen.

Bei der Kundgebung sprach auch Frau Nawal El-Zaher von der Neuköllner Begegnungsstätte und prangerte insbesondere das Zögern der Politik an. Sie betonte, dass die Muslime ein Teil der Gesellschaft sein und dass dies akzeptiert werden müsse. Auch Frau El-Zaher betonte, dass Kopftuch tragende Frauen Diskriminierungen erleiden müssten.

Im Anschluss darauf ergriff Frau Laila Rowa vom islamischen Kultur- und Erziehungszentrum das Wort und schilderte eigene Diskriminierungserfahrungen auf dem Arbeitsmarkt, sowie von verbalen und physischen Angriffen auf offener Straße. Frau Rowa berichtete auch, dass sie davon überrascht sei, dass bei solchen Übergriffen keine Solidarität von Passanten zu erwarten sei.
Bei der Kundgebung war auch Fereshta Ludin anwesend. Frau Ludin war die erste muslimische Lehrerin, die aufgrund ihres Kopftuches nicht an staatlichen Schulen unterrichten durfte. Sie hatte gegen das Kopftuchverbot bis zum Bundesverwaltungsgericht geklagt. Frau Ludin ergriff spontan das Wort und las ein Nachwort, welches sie geschrieben hatte; die Anwesenden waren dadurch sichtbar bewegt.
Als letzter Redner sprach Mounir Azzaoui von Zentralrat der Muslime in Deutschland. Azzaoui kritisierte in seiner Rede das Schweigen der Kanzlerin Merkel und des Innenministers Schäuble. Er ging darauf ein, dass sich die Kanzlerin und der Innenminister mit dem Integrationsgipfel und der Islamkonferenz rühmten, aber wenn es um tatsächliche Probleme ginge, dann höre man nichts von ihnen. Herr Azzaoui machte deutlich, dass er insbesondere von Frau Böhmer, der Bundesbeauftragten für Migration, Flüchtlinge und Integration klare Worte erwartet hätte.
Die Kundgebung ging mit einen Bittgebet zu Ende.

Trauerkundgebung in Berlin für die ermordete Marwa El-Scherbini

19. Juli 2009

In Berlin veranstalteten die Islamische Föderation in Berlin, die Initiative Berliner Muslime, der IGMG-Landesverband Berlin und zahlreiche weitere muslimische Institutionen eine Trauerkundgebung für die ermordete Marwa El-Scherbini.

Die Veranstalter wollten mit der Trauerkundgebung zum einen für ihre ermordete Schwester im Islam beten und zum anderen ihre Enttäuschung über die mangelnde Positionierung der Mehrheitsgesellschaft kundtun.

Die Kundgebung, an der trotz Regen ca. 500 Personen teilnahmen, wurde mit einer Koranrezitation eröffnet. Anschließend sprach der Generalsekretär des Islamrates für die Bundesrepublik Deutschland. Herr Kesici gedachte der ermordeten Schwester und sprach den Verwandten sein Beileid aus.

Der Generalsekretär des Islamrates kritisierte die distanzierte Berichterstattung und die Zurückhaltung der Politiker und zivilgesellschaftlicher Institutionen und sagte: „Auch die Zivilgesellschaft und die Politik haben sich in diesem Fall sehr zurückgehalten und erst aufgrund des Drucks durch Muslime im Inland und Ausland zu einem Kommentar bewegen lassen. Die Äußerungen von vielen Politikern halten wir für nicht ausreichend.“ Kesici erklärte: “ Wir haben als Muslime das Gefühl, dass die Deutsche Politik den Vorfall verdrängen möchte.“ In der Rede ging Kesici auch auf die Alltagsdiskriminierung ein, die insbesondere Frauen mit Kopftüchern erleiden müssen.

Bei der Kundgebung sprach auch Frau Nawal El-Zaher von der Neuköllner Begegnungsstätte und prangerte insbesondere das Zögern der Politik an. Sie betonte, dass die Muslime ein Teil der Gesellschaft sein und dass dies akzeptiert werden müsse. Auch Frau El-Zaher betonte, dass Kopftuch tragende Frauen Diskriminierungen erleiden müssten.

Im Anschluss darauf ergriff Frau Laila Rowa vom islamischen Kultur- und Erziehungszentrum das Wort und schilderte eigene Diskriminierungserfahrungen auf dem Arbeitsmarkt, sowie von verbalen und physischen Angriffen auf offener Straße. Frau Rowa berichtete auch, dass sie davon überrascht sei, dass bei solchen Übergriffen keine Solidarität von Passanten zu erwarten sei.
Bei der Kundgebung war auch Fereshta Ludin anwesend. Frau Ludin war die erste muslimische Lehrerin, die aufgrund ihres Kopftuches nicht an staatlichen Schulen unterrichten durfte. Sie hatte gegen das Kopftuchverbot bis zum Bundesverwaltungsgericht geklagt. Frau Ludin ergriff spontan das Wort und las ein Nachwort, welches sie geschrieben hatte; die Anwesenden waren dadurch sichtbar bewegt.
Als letzter Redner sprach Mounir Azzaoui von Zentralrat der Muslime in Deutschland. Azzaoui kritisierte in seiner Rede das Schweigen der Kanzlerin Merkel und des Innenministers Schäuble. Er ging darauf ein, dass sich die Kanzlerin und der Innenminister mit dem Integrationsgipfel und der Islamkonferenz rühmten, aber wenn es um tatsächliche Probleme ginge, dann höre man nichts von ihnen. Herr Azzaoui machte deutlich, dass er insbesondere von Frau Böhmer, der Bundesbeauftragten für Migration, Flüchtlinge und Integration klare Worte erwartet hätte.
Die Kundgebung ging mit einen Bittgebet zu Ende.